Therapieansätze für die HSP


Eine Heilung gibt es für die Hereditäre Spastische Spinalparalyse noch nicht. Verschiedene Therapieansätze können aber helfen, die Symptome der Spastik zu lindern, eine mögliche Lähmung hinauszuschieben und so den Alltag mit HSP zu erleichtern.

Physiotherapie
Physiotherapeutische Übungen stellen den bedeutendsten Therapieansatz dar, da sie im Gegensatz zu Medikamenten verträglicher und ausgewogener sind. Die Physiotherapie stärkt die betroffene Muskulatur und steigert dadurch die Mobilität und die Koordination. Um effektiv zu helfen, muss eine Physiotherapie allerdings regelmäßig erfolgen, im Idealfall täglich.

Empfohlen werden für die HSP-Therapie Dehnübungen, mit denen die Beweglichkeit gefördert und Muskelspastiken reduziert werden können. Ebenso so genannte aerobe Übungen wie Radfahren, Wasserübungen und Gehen, durch die die Fähigkeit des Körpers verbessert wird, Sauerstoff aufzunehmen. Kräftigungsübungen für Beine, Bauch und Rücken helfen ebenfalls im Umgang mit den HSP-Symptomen.

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Sie kostet € 20.-- + Porto.

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Therapie mit Medikamenten

 
Es gibt mehrere Medikamente zur Muskelentspannung, mit denen sich die spastischen Reaktionen des Körpers reduzieren lassen. Dieser Effekt wird meist durch eine Verlangsamung der Nervenimpulse oder des gesamten Zentralnervensystems erreicht. Die am häufigsten verwendeten Medikamente sind Lioreasal®, Sirdalud®, Valium® und Dantrium®. Von möglichen Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Schwindel, Übelkeit oder Verwirrtheit abgesehen liegt der Nachteil dieser Medikamente darin, dass nicht nur die für die Spastik verantwortlichen Nervenimpulse gehemmt werden, sondern auch die für die normal arbeitenden Muskeln zuständigen. Viele Betroffene beklagen daher, dass sich die Spastik durch die Medikamente zwar reduziert, sie aber dennoch nicht besser oder gar schlechter laufen können. Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der Spastik sind Botox®-Spritzen. Das Nervengift Botox®, das auch durch die Anwendung in der Schönheitschirurgie bekannt ist, wird direkt in den betroffenen Muskel gespritzt, wo es die Nervenenden zeitweilig ausschaltet. Das führt für zwölf bis 24 Wochen zu einer Entkrampfung des Muskels, verringert aber auch die eigene Kontrolle der jeweiligen Muskelpartien.

Für weitere Details empfehlen wir auch die Seite der US- HSP- Gruppe.

Den Einsatz der richtigen Medikamente oder anderer Therapieansätze bei der HSP stimmen Sie bitte in jedem Fall vorab mit einem Facharzt oder in einer unserer HSP-Sprechstunden ab.